Die Idee

Die Stadt-Insel

Ein Haus für Kinder und Jugendliche: Eine Idee, aber noch kein fertiges Konzept aus dem Jahr 2003.

Da die Kirchengemeinde Lünen über nur wenig kinder- und jugendgerechte Räumlichkeiten verfügt, ist die Idee gekommen, Räumlichkeiten nur (mit einigen Ausnahmen) für Kinder zu suchen. Ein Großteil der Räume unserer Kirchengemeinde Lünen scheiden auf Grund verschiedenster Dinge (z.B. zu klein, zu ungeeignet, zu stark frequentiert…) aus.

Das Objekt, das meiner Meinung nach am Besten für Kinder und Jugendliche geeignet wäre, ist der jetzige Kirchsaal Martini (Friedrichstraße 65b). Da der Kirchsaal in der Regel „nur“ als Gottesdienstraum (max. 1x wöchentlich) genutzt wird, die Besucherzahlen aber relativ gering sind (normaler Sonntagsgottesdienst 20 bis 30 Besucher), wage ich es anzudenken, den jetzigen Kirchsaal in einen „Kindersaal“ umzuwidmen.

Über eine spätere Erweiterung für Jugendliche (der jetzt an die „Kulisse“ vermietete Dachraum oder Keller oder der untere Saal – ggf. auch als Probenraum für Bands / Übernachtungsstelle mit Duschen…) will ich jetzt aus verschiedenen Gründen noch nicht nachdenken…

Diese innerkirchengemeindliche Umwidmung darf natürlich keine Folgekosten für den ohnehin schon knappen Jugendhaushalt (Miete, Energie, …) mit sich bringen.

Die „räumliche“ Idee:

  • Einzige größere bauliche Veränderung wären die Erneuerung oder Verstärkung oder Verkleinerung der Fenster
  • Die Kirchenbänke müssten entfernt werden. Ein evtl. „Verkleinern“ durch Sägearbeiten muss geprüft werden. Die Orgel könnte (zunächst?!) stehen bleiben…
  • Der Teppich müsste entfernt werden (ist sowieso auf…)
  • Ggf. muss das Parkett geschliffen werden
  • Eine Bestuhlung / Tische (für Gruppenarbeit / kreatives Gestalten) muss angeschafft werden (ggf. Fremdfinanzierung!)
  • Ein „besinnlicher“ Bereich ist vorgesehen („Oase“ im jetzigen Altarraum)
  • Besonders geeignet ist die Außentür/Treppe, durch die man das gut geeignete Außengelände mit einbeziehen kann.
  • Die Toiletten müssten sowieso modernisiert werden…
  • Der jetzige Sitzungsraum könnte ggf. das neue Jugendbüro werden (hier sind natürlich infrastrukturelle Änderungen [Computer-, Telefon- und Internetanschlüsse, größerer Kopierer, Fax, Laptop, u.a.] von Nöten…)

 

Die „pädagogische“ Idee:

  • Unsere kirchengemeindliche Arbeit mit Kindern (Kindertage, Kinderbibeltage/wochen, besondere Aktionen, evtl. auch Kindergottesdienst) hätte einen festen ort. Terminprobleme in anderen Gemeindezentren wären hinfällig.
  • Die jetzigen bestehenden wöchentlichen Angebote (Kindergruppen) blieben weiterhin in den Gemeindehäusern angesiedelt.
  • Zusätzliche Angebote (z.B. Ferienaktionen für „Daheimgebliebene“ wären möglich)
  • Gestaltungsmerkmale, Bilder und andere Arbeiten von Kindern könnten hängen bleiben, da sich anderen Erwachsenengruppen nicht gestört fühlen
  • Der große Platz lässt Kindern wichtigen Bewegungsfreiraum, Phantasie, Spiel und Aktion haben Raum…
  • Diese Einrichtung wäre einzigartig in unserer Stadt. Nicht nur kirchliche Gruppen könnten von dem möglichen Raumangebot profitieren
  • Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine zeitliche, in der Regel stündliche „Fremdvermietung“ an die Stadt Lünen, an Vereine, an Verbände an Schulen und ggf. auch an Privatpersonen möglich.

 

Die „mitarbeitertechnische“ Idee

  • Da die eine hauptamtliche Jugendmitarbeiterstelle für die Größe der Kirchengemeinde und die Vielfalt der Angebote mehr als ausgelastet ist, müssen Alternativen her.
  • Möglichkeit 1 ist eine weitere hauptamtliche Jugendmitarbeiterstelle. Diese Möglichkeit ist auf Grund der momentanen Finanzsituation und der langfristigen Bindung zwar wünschenswert, erscheint mir aber sehr unrealistisch
  • Möglichkeit 2 ist eine überschaubare finanzielle und zeitliche Alternative. Die Kirchengemeinde richtet eine Stelle „Freiwilliges diakonisches Jahr“ ein. Diese Jahresstelle wird von Haus Villigst aus begleitet. Die Stelle ist eine rein pädagogische Stelle und ist für jeweils ein Jahr befristet.
  • Die Jahrespraktikantin könnte dann das Haus für Kinder inhaltlich begleiten. Die Kosten belaufen sich auf etwa 7.855,80 (ohne Wohnkostenzuschuss) – 10.167,00 Euro (falls Wohnkostenzuschuss nötig) im Jahr, die zum Teil durch „Vermietung“ und ggf. durch Fremdfinanzierung (Stadt Lünen) verringern würden. (Schätzung bis zu 50% Refinanzierung)
  • Darüber hinaus sollte über eine „Hausmeisterzivistelle“ nachgedacht werden, der neben Hausmeistertätigkeiten, evtl. Fahrdienste aus anderen Bezirken auch die Gartenarbeit Martini machen könnte. Bei der Finanzierung weise ich auf das Geld hin, das zur Zeit Gottessegen bekommt und fast die gesamte Zivifinanzierung ausmacht.
  • Darüber hinaus ist dieses Projekt für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (wegen der möglichen zeitlichen Beschränkung) auch noch ein sehr motivierendes. Nicht die regelmäßige wöchentliche Gruppenstunde, sondern zeitlich begrenzte Projekte.
  • Über die sich anbietenden Möglichkeiten ggf. einer Mitarbeit durch die im Hause ansässige Kontaktstelle für Jugendarbeit im Kirchenkreis möchte und kann ich ohne Gespräche und Gremienkonsultationen zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen…

 

Die „finanzielle“ Idee

  • Über eine mögliche Bezuschussung der Praktikantenstelle habe ich berichtet.
  • Über eine mögliche Finanzierung der „Hausmeisterstelle“ habe ich berichtet.
  • Die Kosten für die bald zum grossteil sowieso anstehenden Baumaßnahmen (Fenster, Parkett, Toiletten, Büroeinrichtung) müsste die Kirchengemeinde aufbringen
  • Für die Anschaffung von Einrichtungs- und Ausstattungsgegenständen gehe ich davon aus, dass dieses Großprojekt förderungswürdig ist beim:
    • Kinderfreundlichen Lünen
    • Stiftungsmittel „Jeromin“, „Althöffer“, „Treppesch“
    • Stadtjugendring Lünen e.V.
    • Ggf. Kirchlicher Jugendplan
    • Ggf. Lionsclub
  • Darüber hinaus erwarte ich Sponsoren und Einzelspender

 

Anmerkungen:

Diese Ideen sind noch relativ neu und noch nicht ganz ausgereift. Der Jugendausschuss ist nur zum Teil informiert. Er wird am 23.09. über die Thematik reden. Damit aus der Idee auch umgesetzt werden kann, ist eine Vielzahl von Wegen, Anträgen und Gesprächen nötig.

Der Martini-Berzirk, der Geschäftsführende Ausschuss und der Jugendausschuss müssen zunächst die grundsätzliche Bereitschaft signalisieren, dieses Projekt auf den Weg zu schicken.

Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass es sich für die Kinder, nicht nur in unserer Gemeinde, lohnt diesen nicht unproblematischen Weg zu gehen.

„Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will.“
Victor Hugo, Französischer Lyriker

Dirk Berger,
Hauptamtlicher Jugendmitarbeiter

Die Idee

  • Ein Haus zu schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche wohl fühlen…
  • Ein Haus zu schaffen, das Platz und viele Möglichkeiten für alle Kinder und Jugendlichen bietet…
  • Ein Haus zu schaffen, in dem Spiel, Phantasie, Begegnungen, Spaß und Kreativität Platz haben…
  • Kurzum: Ein Haus, das offen ist für alle, lebendig durch die Menschen und bunt durch seine Vielfalt...

Meilensteine...

  • September 2002
    Die Idee entsteht
  • Herbst 2002
    Gespräche und Beschlüsse
  • 4. November 2002
    Grundsatzbeschluss des Presbyteriumsdas Martini-Gemeindehaus zum Haus für Kinder und Jugendliche umzuwidmen
  • 12. Januar 2003
    Beginn der Renovierungen im Haus für Kinder und Jugendliche (bisher ca. 60.000 Euro)
  • 8. März 2003 „Umzugsparty“ -Einweihung des Jugendbüros
  • März - Juli 2003 Phase der Geldbeschaffung